Freizeitfahrtendienst: Mobilität für soziale und kulturelle Teilhabe

Der Freizeitfahrtendienst (FFD) ist eine vom Fonds Soziales Wien bewilligte und geförderte Leistung, die Menschen mit dauerhafter schwerer Gehbehinderung die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in Wien ermöglicht.

Die Ergebnisse der Kund:innenbefragung zum Freizeitfahrtendienst (FFD) zeigen insgesamt ein sehr positives Bild und unterstreichen die hohe Relevanz des Angebots für soziale Teilhabe und individuelles Wohlbefinden.

Sehr hohe Gesamtzufriedenheit und positive Detailbewertungen

Die Zufriedenheit mit dem Freizeitfahrtendienst ist auf einem konstant hohen Niveau. 85 % der Nutzer:innen bewerten das Angebot insgesamt als sehr zufriedenstellend. Besonders positiv hervorgehoben werden die Barrierefreiheit der Fahrzeuge, deren Sauberkeit sowie die Anzahl der monatlich verfügbaren Fahrten. Auch Kostenhöhe und Preis-Leistungs-Verhältnis werden von der überwiegenden Mehrheit als fair und angemessen eingeschätzt.

Deutliche positive Wirkungen auf Wohlbefinden und Teilhabe

Die Nutzung des Freizeitfahrtendienstes entfaltet vielfältige positive Effekte: Eine deutliche Mehrheit der Befragten berichtet von gesteigertem Wohlbefinden, erhöhter Selbstbestimmung sowie einer Intensivierung sozialer Kontakte. Der FFD trägt damit wesentlich zur Förderung sozialer Teilhabe und zur Stärkung individueller Autonomie bei.

Zwischen Verfügbarkeit und Pünktlichkeit: Punktuelle Optimierungspotenziale

Während die Verfügbarkeit der Fahrten insgesamt als gut beurteilt wird, zeigen sich im relativen Vergleich Verbesserungspotenziale bei der Pünktlichkeit sowie im Bestellprozess. Fahrten werden überwiegend mehrere Tage im Voraus gebucht; kurzfristige Buchungen innerhalb von 24 Stunden sind hingegen nur eingeschränkt möglich. Ein zusätzlicher Fahrtenbedarf wird von einem Teil der Nutzer:innen insbesondere zu stark nachgefragten Tageszeiten angegeben.

Öffentliche Verkehrsmittel als begrenzte Alternative

Die Einschätzungen zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel fallen deutlich kritischer aus. Barrieren, mangelnde Passung der Wartezonen, ein geringes subjektives Sicherheitsempfinden sowie ein hohes Stresserleben schränken deren Nutzbarkeit für viele Kund:innen erheblich ein. Vor diesem Hintergrund wird der Freizeitfahrtendienst als zentrale und verlässliche Mobilitätsalternative wahrgenommen.

Studiendesign

Im Rahmen einer schriftlichen Befragung wurden 275 Personen mit aufrechter Freizeitfahrtendienst-Bewilligung (exklusive Kund:innen mit Kulanzbewilligung) befragt. Die Stichprobe wurde auf die Grundgesamtheit der Kund:innen des FFD hinsichtlich Alter, Geschlecht und der Unterscheidung zwischen Geher:in/Roller:in gewichtet. Die statistische Analyse des Datensatzes wurde sowohl auf deskriptiver als auch auf inferenzstatistischer Ebene durchgeführt.

Den gesamten Studienbericht können Sie auf der FSW Homepage unter folgendem Link downloaden:

https://www.fsw.at/downloads/kundinnenbefragung/FFD-2024-Gesamtbericht-final.1752673131.pdf